Archiv für den Monat: Dezember 2013

Rückblick auf 2013 (Der Fragebogen-Klassiker)

Wow. Schon vorbei, das Jahr 2013. Für mich und den Mann ein aufregendes Jahr, wir sind Eltern geworden. Das hat unseren Alltag sehr verändert. Das ganze Jahr ist geprägt von Schwangerschaft, Geburt und dem Leben mit einem Kind. Aber das ist wohl richtig so. Wenn ein Kind noch so klein ist, dann tritt es mit seinen Bedürfnissen in den Vordergrund und die Eltern erstmal etwas zurück.

Zugenommen oder abgenommen?

Dieses Jahr ist diese Frage ja relativ einfach zu beantworten. Bis Mitte Mai zugenommen, Kind bekommen, abgenommen. Ansonsten bin ich eher gewichtsbeständig. Blöde Frage überhaupt.

Haare länger oder kürzer?

Länger. Das liegt zum einen daran, dass ich in Düsseldorf noch keinen Lieblingsfriseur gefunden habe. Zum anderen wirds mit Baby nicht gerade leichter, Friseurbesuche zu koordinieren. Gleich bei meinem ersten Friseurtermin nach der Geburt, musste der Mann unerwartet länger arbeiten. Kurzentschlossen hab ich den Kleinen dann einfach mitgenommen und das Glück war mir hold: Er hat geschlafen.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Aktuelle Einschätzung: keine Veränderung.

Mehr Kohle oder weniger?

Weniger wegen der Elternzeit.

Mehr ausgegeben oder weniger?

Vermutlich mehr. Wir sind ja jetzt zu Dritt.

Mehr bewegt oder weniger?

Vermutlich mehr. Kein Sportkurs, aber deutlich mehr Spaziergänge im Park.

Der hirnrissigste Plan?

Ich bin Sternzeichen Jungfrau. Ich verfolge sehr selten hirnrissige Pläne. Und wenn ja, dann sehen das nur die anderen so. Ich finde meine Pläne nicht hirnrissig.

Die gefährlichste Unternehmung?

Gefährliche Unternehmungen mache ich nicht. Zu gefährlich.

Die teuerste Anschaffung?

Wohl unser Kinderwagen. Allgemein haben wir ja hauptsächlich Babyausstattung angeschafft.

Das leckerste Essen?

Bei unseren wenigen Restaurantbesuchen 2013 hatten wir leider eher Pech. Daher nominiere ich an dieser Stelle das Weihnachtsmenü, das mein Mann (dieses Jahr als „Küchenchef“) mit seinen Geschwistern gekocht hat.

Das beeindruckendste Buch?

Ähm ja. So richtig viele Bücher (Romane) hab ich dieses Jahr gar nicht geschafft. Besonders liebgewonnen habe ich ein Liederbuch: Kinderlieder von Carus und Reclam. Die Melodien und ersten Strophen kommen einem recht schnell wieder in den Sinn. Aber wie weiter? Immerhin kann ich jetzt alle vier Strophen von „Hopp, hopp, hopp, Pferdchen lauf Galopp“ und außerdem weiß ich, wer was bei der Vogelhochzeit gemacht hat.

Ansonsten habe ich viele, viele gute Blogtexte gelesen!

Der ergreifendste Film?

Hier muss ich passen. Im Kino war ich 2013 gar nicht. Bei Fernsehfilmen und DVDs neige ich leider dazu, auf dem Sofa einzuschlafen.

Das beste Lied?

„Menschenjunges“ von Reinhard Mey. Wir haben es vor der Geburt wiederentdeckt und ich hab hochschwanger so richtig schön vor Rührung geheult.

Das schönste Konzert?

Kein Konzert 2013.

Die meiste Zeit verbracht mit…?

… meinem Maijungen. Klar.

Die schönste Zeit verbracht mit…?

… meinem Mann und meinem Maijungen. Auch klar.

Vorherrschendes Gefühl 2013?

Glück und Staunen.

2013 zum ersten Mal getan?

Das einschneidenste Erlebnis in meinem Leben überhaupt: ein Kind geboren!

2013 nach langer Zeit wieder getan?

Nicht besonders spektakulär. Ich habe wieder gehäkelt. Und ich habe Bohnen auf unserem Balkon gepflanzt. Beides habe ich wahrscheinlich zum letzten Mal während der Schulzeit getan.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Die Geburt im Krankenhaus – wir wollten eigentlich ins Geburtshaus. Zwei weitere Punkte fallen mir jetzt gar nicht ein. Für uns war es ein glückliches Jahr ohne schlimmere Vorkommnisse.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Auch eine merkwürdige Frage. Da fällt mir spontan nichts ein.

2013 war mit einem Wort…?

glücklich!

Weihnachtsbäckerei: Adventsgewürzkuchen

Die Advents(gewürz)kuchen habe ich vor zwei Jahren in einem Online-Adventskalender (PDF, Rezept auf der ersten Seite) entdeckt, zu dem mir meine Schwiegermutter den Link geschickt hat. Es war Liebe auf den ersten Biss! Die Kuchen gibt es jetzt jedes Jahr – gerne auch als kleines Mitbringsel in der Advents- und Weihnachtszeit. Außer fünf Weckgläsern (Sturzform, 500 ml) brauchen Sie

+ 200 g Butter
+ 200 g Zucker
+ 3 Eier
+ 1 Pck. Vanillezucker
+ 1 Handvoll Rosinen
+ 1 Pck. Zitronat
+ 1 Handvoll Mandeln
+ 1 Handvoll Nüsse
+ 1 ½ TL Lebkuchengewürz
+ 1 Msp. Muskat
+ 1 Msp. gemahlene Nelken
+ 1 TL Zimt
+ 2 EL Kakaopulver
+ 100 ml Milch
+ 400 g Mehl
+ 1 Pck. Backpulver

Fünf Weckgläser + Deckel heiß ausspülen und trocknen lassen. Alle Zutaten mit der Küchenmaschine (Knethaken) zu einem festen Teig verrühren, die Weckgläser einfetten. Die Teigmasse gleichmäßig auf die fünf Gläser verteilen.

Bei 160 °C (Umluft) für 40 bis 45 Minuten offen backen. Stäbchenprobe machen. Während der Backzeit die Einmachgummis für fünf Minuten in Wasser auskochen. Nach dem Backen umgehend die noch heißen Gläser verschließen. Die Kuchen nun an einem kühlen, dunklen Ort für zwei Wochen reifen lassen. Dadurch werden sie schön saftig. Meiner Erfahrung nach sind sie auch noch länger haltbar.

Adventsgewürzkuchen

Adventsgewürzkuchen

Als Dekoration habe ich Weihnachtsmotive auf normalem Papier ausgedruckt und ausgeschnitten, dann die Rückseiten mit Milch eingepinselt und auf die Gläser geklebt.
Die verwendeten Motive gibt es übrigens hier: blog.worldlabel.com

Weihnachtsbäckerei Teil I

Vorweihnachtszeit – das ist Backzeit im Hause Wunderliese. Lange schon freue ich mich darauf, eine Plätzchendose nach der anderen zu füllen. Leider habe ich das Backen mit Kind völlig unterschätzt. So bin ich nicht wie geplant am ersten Adventswochenende mit den letzten Weihnachtsplätzchen fertig geworden. Der Teig für die Eiserkuchen steht noch kalt und wartet geduldig auf das Waffeleisen. Die Bethmännchen werde ich wohl auch erst in den nächsten Tagen backen können.

Bereits in der Dose gelandet sind diese Sorten:

Engadiner sind sehr gut vorzubereiten und schnell fertigzustellen.

+ 350 g Mehl
+ 175 g Butter
+ 150 g Zucker
+ 2 Eier
+ 1 Prise Salz
+ 125 g geröstete und gehackte Haselnüsse und
+ 100 g Rosinen (etwas kleiner gehackt)
Aus allen Zutaten einen Knetteig herstellen. Ca. 3,5 cm dicke Rollen formen und 24 Stunden kalt stellen. Dann 1/2 cm dicke Scheiben abschneiden und bei 200 °C Ober- und Unterhitze auf der mittleren Schiene für 10 Minuten (gegebenenfalls etwas länger) backen. (Ca. 80 – 100 Stück)

Das Rezept habe ich von einer guten Freundin bekommen, deren Mutter diese leckeren Plätzchen schon seit langem in ihrem Weihnachtsrepertoire hat.

Engadiner

Engadiner

Als nächstes kamen die Vanillekipferl dran:

+ 420 g Mehl
+ 100 g Zucker
+ 4 Päckchen oder 24 g Vanillezucker
+ 300 g Butter
+ 150 g gemahlene Mandeln
+ ca. 75 g Zucker zum Wenden
Aus allen Zutaten einen Knetteig herstellen und zu Rollen formen. Die Rollen mindestens für eine Stunde kalt stellen. Dann Stücke abschneiden und daraus Kipferl formen. Bei 175 °C Ober- und Unterhitze auf der zweiten Schiene von unten für ca. 15 Minuten backen. Dieser Teig ist wirklich sehr mürbe, die Kipferl zergehen auf der Zunge.

Vanillekipferl

Vanillekipferl

Die Engelsaugen von Frau Frischebrise habe ich im vorigen Jahr entdeckt und dieses Jahr gerne wiedergebacken. Das Rezept gibt es hier.
Meine Tipps dazu:
* Die Mulden lassen sich prima mit einem bemehlten Kochlöffelstiel eindrücken.
* Das Gelee oder die Marmelade ggf. glattrühren und mit einem zum Spritzbeutel umfunktionierten Gefrierbeutel einfüllen – hier nur eine ganz kleine Ecke für das Loch abschneiden.

Gefüllt habe ich sie dieses Mal mit Mamas leckerem Brombeergelee. Testweise habe ich auch einige Plätzchen noch warm direkt nach dem Backen befüllt – funktioniert prima, das Gelee wird nach kurzer Zeit ebenfalls fest.

Engelsaugen

Engelsauge

Außerdem habe ich noch Schwarz-Weiß-Gebäck gemacht. Offenbar verdränge ich jedes Jahr aufs Neue, wie fummelig das ist.

Zutaten Teig
+ 250 g Butter
+ 200 g Zucker
+ 1 Pck. Vanillezucker
+ 2 Eier
+ 500 g Mehl
+ 1 Messerspitze Backpulver

Für den dunklen Teig noch
+ 2 EL Kakao (gesiebt)
+ 1 EL Zucker
+ 1 EL Milch

+ 1 Eiweiß zum Bestreichen

Aus den Teigzutaten einen Knetteig herstellen. Die Hälfte des Teiges entnehmen und Kakao, Zucker und Milch zugeben um die andere Hälfte dunkel zu färben. Beide Teige zu Rollen formen und für ca. 1 Stunde oder länger kaltstellen. Nun aus den beiden Farben Rollen bzw. Stangen formen:
Für das Schneckenmuster gleich viel Teig von beiden Farben nehmen und etwa Messerrückendick zu zwei gleich großen Rechecken ausrollen. Eine Teigplatte mit Eiweiß bestreichen und die zweite darauf setzen. Dann fest aufrollen und wieder kalt stellen.
Für ein einfaches Schachbrettmuster beide Farben in 1 cm dicke und 4 cm breite Rechtecke ausrollen. Eine Teiglage mit Eiweiß einpinseln und die zweite Farbe darauf legen. Nun vier 1 cm breite (zweifarbige) Streifen schneiden. Jetzt die 2 cm breite Seite eines Streifens mit Eiweiß bestreichen und einen weiteren Streifen farbversetzt darauf setzen. Dies mit den beiden anderen Streifen wiederholen. Wer einen schönen Abschluss möchte, rollt nun noch eine Farbe dünn zu einem ca. 9 cm breiten Rechteck (so lang wie die Schachbrettstangen) aus – wieder mit Eiweiß bestreichen, eine Stange darauf setzen und mit der dünnen Teiglage ummanteln. Die fertigen Schachbrettstangen noch mal kalt stellen.
Tipps:
* Der Teig lässt sich am besten zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie ausrollen.
* Falls sich der Teig nicht mehr gut verarben lässt, sollte er wieder gekühlt werden.

Von den Stangen und Rollen ca. 1/2 cm dicken Scheiben schneiden, auf ein Backblech setzen und bei 190 – 200°C Ober- und Unterhitze auf der mittleren Schiene ca. 12 Minuten backen.

Schwarz-Weiß-Gebäck

Schwarz-Weiß-Gebäck